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Nach der Niederlage Frankreichs verließ die Brigade der Karpaten Schützen Syrien und schloß sich der britischen Armee in Ägypten an. Es handelte sich dabei um eine Eliteeinheit von 5.000 Mann, überwiegend erfahrene Soldaten, Veteranen des Septemberfeldzugs sowie Freiwillige. Im August 1941 wurde sie nach Libyen verlegt, wo sie in den schweren Kämpfen bei der Verteidigung der belagerten Stadt Tobruk zu Ruhm gelangte und im Frühjahr 1942 bei den Kämpfen in der libyschen Wüste. Aus Frankreich gelang es rund 20.000 Mann nach Großbritannien zu evakuieren, aus denen zum einen das I. Korps formiert worden war, das die Aufgabe hatte die Ostküste Schottlands gegen eine Landung zu verteidigen, zum anderen die I. Selbständige Fallschirmspringer Brigade, die zum Zeitpunkt des Ausbruchs des geplanten allgemeinen Aufstands nach Polen eingeschleust werden sollte. 1941 entstand innerhalb des Korps die I. Panzerdivision. Diese Armee konnte sich jedoch nicht im gewünschten Maß entwickeln, weil die polnische Emigration auf den Britischen Inseln nicht sehr zahlreich war, aus dem von Deutschland und Italien besetzten Europa keine Polen durchdrangen und die Rekrutierung Freiwilliger in den USA, in Kanada und Lateinamerika lediglich ein paar tausend Mann brachte. Die Situation änderte sich, als nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion die polnische Exilregierung und die Sowjetregierung am 30. Juli 1941 ein Abkommen schlossen, das u.a. die Freilassung polnischer Staatsbürger aus den Gefängnissen und Lagern und die Bildung einer polnischen Armee vorsah. Sie wurde unter der Leitung von General W³adys³aw Anders geschaffen und zählte im Frühjahr 1942 über 70.000 Mann, litt aber an einem Mangel an Offizieren. Vergeblich suchte man diese, ohne zu wissen, daß sie zwei Jahre zuvor vom NKWD erschossen worden waren. Die sowjetischen Behörden erschwerten den Aufbau der Armee immer mehr. So haben sie u.a. die Lebensmittelzuteilung drastisch eingeschränkt (auf 40.000 Portionen). Zu der Zeit war die Situation der Alliierten im Nahen Osten sehr schwierig. Die USA haben mit der Mobilisierung erst begonnen und Großbritannien hatte keine Reserven. Unter diesen Umständen einigte man sich auf die Evakuierung der polnischen Einheiten nach Persien, wobei zusammen mit der Armee auch Zivilpersonen ausreisten (hauptsächlich Kinder und Familienangehörige der Soldaten) - insgesamt 114.000 Personen. Aus diesen in den Nahen Osten (zunächst nach Persien, später in den Irak und Palästina) evakuierten Einheiten entstand das II. Polnische Korps, das im Dezember 1943-Januar 1944 an die italienische Front verlegt worden ist. Rund 50.000 Soldaten des Korps kämpften nahezu eineinhalb Jahre lang und zeichneten sich insbesondere bei den blutigen Auseinandersetzungen um die Durchbrechung der Gustav-Linie aus. Schlüssel dazu war die Anhöhe und das Kloster Monte Cassino, das die Polen am 18. Mai 1944 eroberten. Im Juli eroberte das Korps Stadt und Hafen Ancona und nahm im August an der Durchbrechung der Goten-Linie an der Adria teil. 1945 war es an der Frühjahrsoffensive in Norditalien beteiligt, an den Kämpfen um Faenza und Bologna, wo polnische Soldaten als erste einmarschierten. Während der Kämpfe in Italien sind rund 2.600 polnische Soldaten gefallen. Die in Großbritannien stationierte polnische Armee, die verstärkt wurde durch jene Soldaten, die aus der Sowjetunion herausgekommen waren, bereitete sich auf die Mitwirkung bei der Invasion der westlichen Alliierten vor. Bei der Operation in der Normandie im Juni 1944 nahm die polnische Luftwaffe und Marine teil. Danach wurde die I. Panzerdivision unter Genera³ Maczek mit 16.000 Mann, 380 Panzern und 470 Geschützen auf den europäischen Kontinent verlegt. Sie wurde in das kanadische Korps eingegliedert und errang Ruhm bei den Kämpfen bei Falaise und Chambois (18.-22. August 1944), wo sie den deutschen Divisionen den Rückzug abschnitt. Später befreite sie die Städte Abeville, St.Omar und Cassel in Frankreich, Ypres und Gent in Belgien sowie Breda (28.-30.Oktober 1944) in Holland. Den Krieg beendete sie mit der Eroberung der deutschen Hafenstadt Wilhelmshaven. Während dieser Kämpfe legte sie insgesamt 1.800 km zurück, zerstörte 260 feindliche Panzer und Geschütze bei eigenen Verlusten von über 4.600 Soldaten, davon über 1.000 Gefallenen. Im September 1944 wurde in Arnhem in Holland im Rahmen der mißglückten Operation "Market-Garden" die I. Fallschirmspringer Brigade (Befehlshaber war General Sosabowski) abgeworfen, die bedeutende Verluste erlitt. In der Zeit, als sich die Kriegshandlungen allmählich ihrem Ende näherten, zählten die polnischen Landstreitkräfte, die an der Seite der westlichen Alliierten kämpften über 210.000 Soldaten, verfügten über 1.335 Panzer, rund 4.000 gepanzerte Transportfahrzeuge und Panzerwagen, 2.050 Geschütze und 32.000 verschiedene Kraftfahrzeuge.
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